Für alle die gerne von der Liebe lesen und an der Deutschen Wiedervereinigung interessiert sind, kann ich dieses Buch nur wärmstens empfehlen. Absoluter Lesetip!

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Es ist nicht der Sarkasmus der Immer-schon-Helden-Gewesenen, der das Buch lebendig macht. Es ist auch nicht der Spott über die ohnmächtig Mächtigen. Es ist der genaue, einfühlsame Blick einer Autorin, die erzählt, als hätte sie alles selbst erlebt. …

Die Farben stimmen, die Stimmungen, die Worte. … die Atmosphäre, in der sich diese traurig-schöne Liebesgeschichte entspinnt, in der zwei sich wieder begegnen mitten in den Leipziger Ereignissen. Und nichts klar und einfach ist. Nur die Sprache, mit der Ania ihr Leben erzählt mitten in dem großen Verwandeln, … in dem Freundschaften zu zerbrechen drohen und Vertrauen das Misstrauen einschließt, in dem Gut-Gemeintes sich als trügerisch entpuppt und Mütter auf einmal die Initiative ergreifen. …So erzählt eine nur, wenn sie mit Haut und Haar und Sommersprossen in ihrer Heldin steckt, alles mitgelitten hat und am Ende zumindest weiß: Hinterm Happyend geht's weiter. In einer anderen Zeit und in anderen Unsicherheiten. … Denn mit Montagsnächte" hat sie sich schon mehr getraut als viele, viele andere, die den Herbst 1989 glorifiziert haben oder die Zeit davor. Als wenn es darum ginge. Als wenn es nicht um das kleine, menschliche Leben, um ein bisschen Mut, Ehrlichkeit und Lebensfreude ginge. Und die tägliche Hoffnung, dass es ab und zu mal gut geht. Selten, ganz selten wird so ein Buch daraus. Ein Gänsehautbuch.

Ralf Julke, Lizzy Online

Wenn die Autorin für die Geschichte ihrer Protagonistin die Punk-Szene als Milieu gewählt hätte, die House-Szene oder die 68er Bewegung, so hätte das ein ähnliches Buch ergeben können. Und das ist als Kompliment gedacht. Denn es erscheint überaus glaubwürdig, wie die Hauptfigur, die gerade erwachsen wird, in die Szene des politischen Widerstands gerät, wie sich daran bewegt und was sie darüber berichtet. … Aber Politik ist für die junge Frau auch nur die Hintergrundmelodie zu ihrem persönlichen Liebeslied, ihrem individuellen Schicksal.

Nicole Schmidt, literaturkritik.de
"Montagsnächte" ist aufgrund seiner Themen vorrangig ein Jugendbuch. Ania durchlebt typische Probleme junger Frauen, daneben erfahren die Leser aber auch vom Alltag und den Ängsten der Menschen, die die DDR und die Wendezeit miterlebt haben. Für all diejenigen, die diese Zeit nicht oder nur am Rande kennen, gibt der Roman gute Einblicke und Informationen. Für Schulklassen bietet der Roman eine gute Arbeits- und Diskussionsgrundlage.
P.S. Die Charaktere .... wachsen einem beim Lesen ans Herz - eine Fortsetzung wäre wünschenswert!

aus einer Rezension auf bol.de
Wir wissen, was wir nicht mehr wollen, wohin aber soll der Weg führen? ... Die Aufrichtigkeit der Proteste auf den Straßen kann das junge Mädchen im Persönlichen nicht schaffen. Der erstaunlich gute Debütroman geht souverän mit diesem Konflikt um. Die spannungsvolle Schilderung der Vorgänge im Hintergrund der Friedensgebete und Demonstrationen, die Zwänge und Ängste, Ratlosigkeiten und Zerwürfnisse ist nahezu reportagehaft.

Reinhold Lindner, Freie Presse Chemnitz